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Gemälde von Annette Karrenbach (1994)
Gemälde auf Leinwand, signiert
im hochwertigen Rahmen
Format (mit Rahmen) 90 x 70 cm (H x B),

EURO 1200,00

Sonderpreis, da Privatverkauf
durch Sammlungs-Auflösung ...........€ 850,00


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Malerin Annette Karrenbach
stirbt mit 58 Jahren –
Tiefe Bestürzung über ihren Tod


Versuch einer Würdigung:

Auszug aus der Pforzheime Zeitung
vom 5. September 2018, vom Gabriele Meyer

Pforzheim. Mit Trauer und Bestürzung haben nicht nur enge Freunde von Annette Karrenbach die Nachricht von ihrem Tod aufgenommen. Die in der Kunstwelt bekannte und hoch geschätzte Malerin und Zeichnerin wurde in der vergangenen Woche plötzlich und unerwartet aus ihrem Schaffen gerissen.
Während sie noch zusammen mit ihrem Onkel Helmut Weisser eine Ausstellung bei der Künstlergilde Buslat vorbereitete, setzte eine heimtückische Krankheit innerhalb von Tagen ihrer Kraft ein Ende.

Entschlossenheit und Energie
„Niemand von uns hat geahnt, wie schlimm es um sie steht“, macht eine Freundin den Schock über den plötzlichen Tod von Annette Karrenbach deutlich. Mit der ihr eigenen Entschlossenheit und großer Energie hat die Pforzheimerin bis zuletzt ihr künstlerisches Wirken fortgesetzt, das sie mit dem Studium an der damaligen Fachhochschule für Gestaltung begonnen hatte und das durch ihre formal reduzierten Bildfindungen zum Thema Mensch unverwechselbar geworden ist. Ihre Bilder und Illustrationen wurden in zahllosen Ausstellungen gezeigt, öffentliche Ankäufe belegen ihre Bedeutung innerhalb der Kunstwelt. Die malerischen und zeichnerischen Arbeiten sind geprägt von einem kraftvollen Strich, einem dynamischen Beziehungsgeflecht, das für die Malerin und Zeichnerin Gültiges aus dem Chaos führt, Klarheit schafft, fließende Energien im meist leeren Bildraum erkundet – die Bilder scheinen der Person Annette Karrenbach zu entsprechen. Unbeirrt, eigenwillig, sich und ihrem Lebenserkennen treu, fand sie ihre ganz eigenen Bildvorstellungen, unbeirrt von aktuellen Kunsttrends. Immer kritisch sich selbst gegenüber beschritt sie einen Weg künstlerischer Wahrheitssuche, der von der Auflösung der realen Form zu ihrer inneren Verdichtung führte. Während in ihrem Gesamtwerk die menschliche Figur im Mittelpunkt steht, hatte sie sich in letzter Zeit malerisch der Natur zugewandt und dabei die Begrenzung auf wenige Farben überschritten.

Voraussetzung für diesen Grenzgang zwischen Realem und Irrealem war ein souveräner Umgang mit Tusche, Rohrfeder, Kreide und Buntstift. Diese handwerkliche Virtuosität zeichnete Annette Karrenbach aus, aber es war auch die Persönlichkeit der Künstlerin, die sie Freunde sowie Anhänger und Bewunderer ihrer Kunst finden ließ. Freunde kennzeichnen sie als entschlossen, aber nachdenklich und bescheiden – nie habe sie sich in den Vordergrund gedrängt, sei sich selbst immer treu geblieben: eine Frau, die voller Wahrhaftigkeit und Zuwendung für andere ihren Weg ging, diese Wahrhaftigkeit auch von ihren Freunden erwartete. Niemand, der schnell mit jedermann vertraut war – ein eher leiser, sehr liebenswerter und intensiver Mensch. „Man musste auf sie zugehen. Sie war ein starker Charakter, das musste man entdecken“, sagt eine Freundin. „Sie war durch und durch humanistisch geprägt“, drückt es ein Kollege aus, mit dem sie viel zusammengearbeitet hat. Unvergessen bleiben bei ihren Freunden die liebevollen Einladungen und Gespräche, ebenso wie die sehr persönlichen postkartengroßen Bilder, die sie zu besonderen Anlässen verschenkte: „eine Schatzkiste“.

Vielfach engagiert
Annette Karrenbach hat sich in vielerlei Hinsicht künstlerisch engagiert. Ihre Freude am schöpferischen Wirken von Kindern fand ihren Niederschlag in Workshops beim Kunstverein und an Schulen – auch als Dozentin an der vhs ging es ihr um die Vermittlung von künstlerischer Arbeit. Jahrelang war sie begeistertes Mitglied des Pforzheimer Motettenchors, auch im Renaissance-Ensemble Einhorn wirkte sie mit. Wie völlig überraschend ihr Tod kam, zeigt auch eine noch nicht beendete Ausstellung mit ihren Arbeiten im Kulturhaus Osterfeld. Eröffnet wurde sie noch im Beisein der Künstlerin, die Schau läuft bis Freitag, 14. September.
„Wir werden sie sehr vermissen und sind völlig fassungslos“, sagt eine Freundin. „Sie hätte so gerne noch so viel umsetzen wollen.“

 



   

Annette Karrenbach
† September 2018 in Pforzheim
Malerin und Zeichnerin